Haus der Parität

Das „Haus der Parität“ ist ein Projekt der Stiftung Trias in Berlin-Schöneberg, das dauerhaft bezahlbaren Wohnraum für beeinträchtigte Menschen anbietet und gleichzeitig modellhaft das Zusammenleben zwischen jungen und alten Menschen fördert.

Auf einer kooperativen Basis verschiedener Träger werden die Konzepte Appartementwohnen LOK18 für Menschen mit psychischen und geistigen Beeinträchtigungen sowie Intergenerative Kita und Ü60-Wohngruppe in das Vorhaben integriert. Ein Repair Café soll Reparatur statt Konsum fördern.

 

 

Eckdaten der Bewertung:

Entwickler: Stiftung Trias
Grundstücksgröße: 3.637 m²
Mietfläche gesamt: 1.609 m²
Bauvorhaben: Nutzung Betreutes Wohnen, Senioren-Wohnungen, Kita, Café
Investitionsvolumen: 4,3 Millionen Euro

Besonderheiten:

Die Bewertung eines sozialen Wohnprojekts erfordert heute insbesondere die Kenntnis der regionalen sozialdemographischen Rahmenbedingungen und der Potentiale in der sozialen Infrastruktur. In einer Zeit, in der Seniorenwohnanlagen und Pflegeheime als Investment-Immobilie neu entdeckt werden, ist das Standortpotential genauestens zu prüfen. Der Bewertungsfachmann muss erkennen, ob sich ein Projekt wirtschaftlich dauerhaft trägt und bedarfsgerecht konzipiert ist. Auch hier ist eine fachliche Spezialisierung unumgänglich.

Zu den besonderen bewertungsrelevanten Problemstellungen zählen:

  • die Bodenwertermittlung unter Berücksichtigung besonderer Lagefaktoren
  • die Differenzierung nach mietrelevanten und nicht mietrelevanten Nutzflächen
  • die Ermittlung nachhaltiger Mieten für soziale Wohnnutzungen
  • die Beurteilung der Grundrisskonzeption (Eignung für die vorgesehene Nutzung)
  • die Bewertung nutzungsspezifischer Kostenbereiche (Modernisierungsrisiko)
  • die Bestimmung der objektgerechten Restnutzungsdauer

Neben dem Bewirtschaftungskonzept sind insbesondere die Mietkonditionen zu prüfen. Mietvertragslaufzeiten, Mietindexierung und die Übernahme von Instandhaltungskosten sind wertrelevante Parameter, die es zu beachten gilt. Die Frage der Grundrisseignung unter dem Aspekt der Alternativnutzung ist ebenfalls nicht außer Acht zu lassen. Auch hier bewahrheitet sich: nur die langjährige Erfahrung in der Bewertung sozialer Wohnprojekte und das ausgeprägte Standortwissen helfen die Klippen eines solchen Bewertung sicher zu umschiffen.